JoKa-Shaitsu Kanji

Was ist Shiatsu?

Shiatsu ist eine in Japan entwickelte Methode zur Behandlung und Mobilisierung des ganzen Körpers. Durch sanften Druck, ruhige Dehnung und Rotation wird der gesamte Körper angesprochen. So werden Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und Gelenke behutsam in Bewegung gebracht. Das ermöglicht eine tiefe Entspannung, öffnet alte und neue Bewegungspielräume und wirkt Fehlbelastungen entgegen. Shiatsu wird weltweit praktiziert und weiterentwickelt.

Wozu Shiatsu?

Shiatsu ist ideal zur Vorbeugung und Gesunderhaltung des gesamten Körpers. Sowohl junge als auch ältere, dynamische wie auch schwächere Menschen können davon profitieren. Shiatsu hilft dabei, Blockaden zu lösen, bevor sie sich zu chronischen Krankheiten verdichten. So können zum Beispiel beruflich bedingte Fehlbelastungen ausgeglichen werden, die ansonsten zu Kopfschmerzen, Nackensteifheit oder Rückenbeschwerden etc. führen. Shiatsu kann eine schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen und die Rehabilitation nach Operationen oder längeren Krankheiten unterstützen.

Wie wird Shiatsu praktiziert?

Grundprinzipien der Shiatsu-Behandlung sind Ruhe und Wohlbefinden. Jede Technik, die der Shiatsu-Praktiker anwendet, hilft, Ruhe einkehren zu lassen. In dieser vertrauensvollen Athmosphäre bekommt der Klient den Raum, die Zeit und die Impulse, die er braucht, um seine eigene Beweglichkeit und Selbstwahrnehmung zu entwickeln.
Praktiziert wird in der Regel am Boden auf einer Matte. Der Klient ist bequem bekleidet. Eine lange, weite Hose, ein langärmliges T-Shirt oder ein Pullover und Strümpfe sind zweckmäßig. Bei Bedarf wird die jeweilige Position am Boden mit diversen Kissen unterstützt. Der Praktiker übt den Druck je nach körperlicher Verfassung und Empfindlichkeit des Klienten mit Handfläche, Daumen, Ellenbogen oder Knie aus. Im Verlauf einer Behandlung arbeitet der Shiatsu-Praktiker am ganzen Körper. Eine Shiatsu-Behandlung dauert rund 60 Minuten. Um einen nachhaltigen Effekt zu erreichen, sind mehrere Behandlungen in Folge sinnvoll. Bewährt hat sich dabei ein Rhythmus von einer Behandlung pro Woche.

 

 

Ein bisschen Theorie

Grundlage für diese Form der Körperarbeit ist das Konzept von Energiebahnen (Meridiane) aus der chinesischen Medizin, die auch in der Akupunktur eine wesentliche Rolle spielt. Fließt die Energie (Qi) frei, sind Körper und Geist in Harmonie und gesund. Stauungen, Stockungen und Blockaden innerhalb der Energiebahnen sind Ursache für Krankheiten. Shiatsu harmonisiert den Energiefluss und die Energieverteilung im Körper. Damit aktiviert Shiatsu die natürliche Kraft zur Selbstheilung und Gesundung.

Was ist Shiatsu nicht?

Shiatsu-Praktiker renken keine Gliedmaßen ein und sind für schwere, akute Krankheiten nicht die ersten Ansprechpartner. Bei akuten Beschwerden ist es der sicherste Weg, zunächst einmal Haus- oder Facharzt zu konsultieren.

Wer bürgt für die Qualität des ausgeübten Shiatsu?

In Europa haben sich landesspezifische Organisationen gebildet, die mit einer festen Ausbildungsordnung die Qualität der Shiatsu-Praktiker sicher stellen. Dazu gehören unter anderem die Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland (www.shiatsu-gsd.de), der Österreichische Dachverband für Shiatsu (www.shiatsu-verband.at) oder die Shiatsu Gesellschaft Schweiz, SGS (www.shiatsuverband.ch). Zu den länderübergreifenden Organisationen gehört u.a. das Europäische Shiatsu Institut, ESI (www.shiatsu.de).
In Japan wurde Shiatsu 1964 offiziell von der japanischen Gesundheitsbehörde als eigenständige Behandlungsmethode anerkannt. 1997 hat die EU-Kommission Shiatsu – neben Homöopathie, Akupunktur oder Chiropraktik – als eine von insgesamt acht Methoden beschrieben, die die westliche Schulmedizin wesentlich ergänzen.

Wenn Sie mehr über Shiatsu wissen wollen, vereinbaren Sie einen Termin und probieren Sie’s aus. Shiatsu lebt von der Praxis, nicht von der Theorie!